Die CoWorkBude möchte ihre CoWorker and friends nachhaltiger vernetzen. Dafür stellen wir Euch Lebewesen vor, die man bei uns in der Bude antreffen kann.

Heute: Lio Jansen-Minconi

CWB14:  Moin, erzähl doch erstmal ein bisschen, wer du bist und wo du herkommst.

L J-M: Mau! Ich heiße Lio, bin im Oktober 2014 in Argentinien geboren, der Ort heißt Benavídez und ist ein Vorort von Buenos Aires. Zu einem sehr frühen Zeitpunkt meines Lebens habe ich beschlossen, mir ein interessantes Dasein zu gestalten.

CWB14:  Aha? Und? Wie hast du das geschafft?

L J-M: Ach, was soll ich sagen? Ich bin unter sozial sehr ungünstigen Verhältnissen aufgewachsen. Meine Mutter war eine streunende Katzendame und meinen Vater kannte ich überhaupt nicht. Aber meine Maxime lautete schon früh: Nimm dein Glück in die eigenen Pfoten. Und so büxte ich im Alter von knapp 2 Monaten aus und suchte mir ein sympathisches Menschenpaar, nämlich Camilo und Anneke. Das ist das ganze Geheimnis. Tja, Isso. Ich war zwar hin und wieder unsicher, ob das so die perfekte Entscheidung war, aber inzwischen bin ich mit meinen Lebensumständen sehr zufrieden.

CWB14: Wie? Du hattest Zweifel an deiner damaligen Entscheidung?

L J-M: Ja, aber natürlich! Die hat doch jeder mal, oder? In meiner ersten Zeit bei Anneke und Camilo war ich ein sehr glückliches, freies Katerchen. Ich lebte in einem schönen Garten in Buenos Aires, die Sonne schien und es war wunderbar warm. Ab und zu brachten mich meine Menschen zum Tierarzt, aber ich merkte dabei nichts von den Sorgen der beiden. Sie haben nämlich zunächst versucht, meine Mama wieder zu finden, weil sie nach 6 Monaten wieder zurück nach Europa wollten. Sie wussten nicht so richtig, wer mich ab dann kuscheln sollte. Und eines Tages waren die beiden dann tatsächlich weg. Nur der Papa von Camilo war noch da. Es folgte meine zweite Lebenskrise. Selten haben Katzen zuvor derartig Aufregendes erlebt. DAS war ne Geschichte! Wollt ihr die hören?

CWB14:  Klar! Erzähl mal!

L J-M: Eines Tages wurde ich also in einen engen Käfig gesteckt, wisst ihr, so eine blöde Transportbox und Opa nahm mich mit zum Flughafen. Da rannte er wie verrückt hin und her, sprach mit ganz vielen Leuten und dann startete plötzlich tatsächlich in einem Flugzeug meine große Reise ins Ungewisse. Zum Glück ist mein Opa ein sehr liebevoller Mensch; er hat mich unterwegs hoch über dem Atlantik heimlich aus der Kiste gelassen und mit mir gekuschelt. Sonst wäre das ja auch eine doofe Reise gewesen. Nach vielen, vielen Stunden sah ich dann Anneke und Camilo in Frankfurt am Flughafen neben einem Tierarzt stehen. Die haben mich sehr stürmisch begrüßt. Das muss daran liegen, dass die mich gut finden. Tja. Isso. Ach ja, und Opa ist dann einfach weiter nach Barcelona geflogen, wo er ja eigentlich wohnt. Für mich ging es jetzt im Auto nach Hamburg. Noch mal n paar Stunden Fahrt, aber da konnte ich mir das gemütlich machen – bei Camilo auf der Schulter – und ein bisschen kuscheln.

CWB14: Kaum vorzustellen, dass es dir auf der Reise gut ging. Wie hast du das alles überstanden?

L J-M: Die Reise, joa, das war schon okay. Man muss sich auch mal was trauen! Und manchmal weiß man einfach vorher nicht, was da auf einen zukommt. Ich wohne ja jetzt schon seit 6 Jahren hier und bin ein echter Hamburger Kater. Aber als ich damals hier angekommen bin, lebte ich erstmal für die nächsten Wochen auf einer verglasten Terrasse. Die Tür war verschlossen und jeden Tag kam eine weiße Hundedame ans Fenster und wedelte aufgeregt mit dem Schwanz. Man ey, war die aufgeregt! Später wurden wir einander dann direkt vorgestellt. Seitdem ist Coco meine beste Freundin. Auch wenn sie manchmal nervt. Tz! Nieeee darf ich am Sofa kratzen. Immer muss sie dann mit mir meckern.

„Meine Maxime lautete schon früh: Nimm dein Glück in die eigenen Pfoten.“

 Lios spezieller Charme

CWB14: Aha! Interessant! Aber uns würde jetzt auch interessieren, wie es dir gelungen ist, als CoWorker einen Platz in der Bude zu bekommen.

L J-M: Ach, für einen Typen wie mich ist das pupebabyeinfach. Ich habe meinen Charme spielen lassen. Die wollen Kater wie mich hier haben. Tja. Isso. Ich hatte zu Hause einige Zeit eine sturmfreie Bude und konnte machen, was ich wollte. Auf dem Tisch sitzen, am Sofa kratzen. Niemand hat sich daran gestört. Aber es hat mich auch niemand bewundert. Ich geb es zu: Irgendwann fiel mir die Decke auf den Kopf. Also bewarb ich mich als BüroKater in der Bude. Ich wollte bei Coco und meinen Menschen sein.

CWB14:  Nun erklär uns doch mal, was deine Kernkompetenz ist und wie du das für die BudenFamily zum Einsatz bringst.

L J-M: Meine Kernkompetenz ist CatContent. Klare Sache! Ich beherrsche einen sehr lässigen und fotogenen Walk. Das macht mir so schnell niemand nach. Die meisten Leute finden das echt gut. Die posten dann Bilder von sich mit mir zusammen auf Instagram. Das sind die Posts, die die meisten Likes bekommen. Tja. Isso. Was soll ich sagen? Ich weiß eben, wie man sich in Szene setzt. Aber nicht nur das. Ich bin auch gut darin, Leute zu kuscheln. Das mache ich allerdings nach meinen eigenen Gesetzen. Nur, dass das mal klar ist. Versuch niemals, mich zu rufen. Wenn du hoffst, ich würde dir auf Zuruf meine Dienste anbieten, muss ich dich enttäuschen. Ich weiß um meinen Wert, und ich verscherbele meinen Pelz nicht an jeden. ICH entscheide, wann ich wen kuschele.

CWB14:  Jaja! Ist ja gut. DU entscheidest! Vielen Dank für das nette Interview!

L J-M: Mau! Gerne! Jederzeit wieder! 😊  

CWB14:  Ach, Lio, wir freuen uns, dass du bei uns bist! Komm ma kuscheln, kleiner Gauner!

L J-M: Schnurr!